• Ralf Dellen

Wie Sie ihre Ziele erreichen. Mitarbeiterentwicklung mit klassischem Coaching oder Kinesiologie?

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Der Urlaub war toll und noch schwelgen wir in schönen Erinnerungen, versuchen die Erholung und Entspannung lange beizubehalten. Doch die Arbeitsroutine holt uns schnell wieder ein.

Bis zum Jahresende hat man effektiv noch 3 ½ Monate um vereinbarte Ziele zu erreichen. Dabei ist die Mitarbeiterentwicklung häufig Teil der Führungskräftevereinbarungen. Wie können Sie die gewünschten Veränderungen im Team und/oder bei sich selbst erreichen? Welche Methoden stehen zur Verfügung? Ist Coaching das Mittel der Wahl? Oder versucht man mal wirklich was Anderes? Welche echten Alternativen gibt es?

Jährlich geben Unternehmen Millionenbeträge für Coaching von Mitarbeitern aus. Grundlage sind sehr unterschiedliche Motive, bzw. Zielsetzungen: einerseits Gruppencoaching zur Motivationsförderung, Team-building, Stärken des Zugehörigkeitsgefühls und Identifizierung mit der Firma; andererseits Einzelcoaching zur gezielten Unterstützung von Mitarbeitern, damit diese Stress- und Konfliktsituationen effektiver und effizienter lösen können. Oft ist coaching von Einzelpersonen auch eine letzte Maßnahme, bevor man sich von einem Mitarbeiter trennt.


Mitarbeiter nachhaltig entwickeln

Lassen Sie mich anhand eines realen Beispiels die Alternativen aufzeigen: Vor ca. 3 Monaten beginnt J. bei sich eine ungewollte und als sehr befremdlich empfundene Verhaltensveränderung festzustellen. Sie schildert, dass jedes Mal, wenn sie mit jemand bis dato Unbekanntem in Kontakt kommt, sie der Person nicht in die Augen schauen kann. Ihr Blick weicht aus und ihre Stimme beginnt zu zittern; sie schwitzt und spürt ein undefinierbares Angst- oder Schamgefühl. Am liebsten würde sie sich aus der Affäre ziehen und in einem Mauseloch verschwinden. Sie berichtet, dass je grösser die Gruppe von ‚Unbekannten‘ ist, desto stärker fällt ihre Reaktion aus.

Für jemanden der im Vertrieb, Einkauf, Marketing oder Public Relations tätig ist, stellt diese Situation eine unglaubliche Belastung dar. Wenn J. ihre oben beschriebene Reaktion nicht bald unter Kontrolle bekommt, stehen kurzfristig die Budgetziele auf dem Spiel. Unter Stress denkt sie nämlich nicht mehr an die Zielvereinbarungen, sondern nur noch daran, wie sie den aktuellen Stress vermindern, umgehen oder vermeiden kann. Zusätzlich belastet sie die Befürchtung, dadurch mittelfristig u.U. ihren Job zu verlieren.

J. ist eine langjährige und erfolgreiche (= wertvolle) Mitarbeiterin. Sie hat den Wunsch etwas zu tun, um die Situation zu normalisieren und wieder „so wie früher“ zu arbeiten. Sie vertraut sich ihrem Chef an und dieser entscheidet, J. zu unterstützen und die Kosten dafür über das Budget für „Mitarbeiterentwicklung“ auf seine Kostenstelle zu nehmen.


Mit Coaching das Verhalten ändern

Im vorliegenden Beispiel würde man im klassischen Coaching zusammen mit J. herausarbeiten, was sie verändern möchte. Dazu ist eine Analyse notwendig, wie sie sich aktuell in jeder Situation verhält, welche Gedanken bei ihrer unerwünschten Reaktion eine Rolle spielen und wie diese ihr Verhalten beeinflussen. Anschliessend wird eine Verhaltens-Zielanalyse erstellt und problemlösende Prozess-Schritte erarbeitet. Dabei versucht man die Emotionen, die dem erwünschten Verhalten im Wege stehen, z.B. durch NLP (neuro-linguistisches Programmieren) umzuprogrammieren und bestimmte Situationen mit positiven Emotionen zu belegen um sie zu verstärken. Der Coach gibt Hilfe zur Selbsthilfe und begleitet J. beim Erarbeiten bzw. Erlernen der einzelnen Schritte. Ziel wäre, dass J. Verhaltensoptionen erlernt, damit sie eine Alternative zu dem erwähnten Muster hat.

Zum Schluss probt J. dann einige Male „auf dem Trockenen“, bis sie sich sicher fühlt, um sich einer realen Situation erneut stellen zu können.

Alles sehr rational, strukturiert, verständlich und vernünftig. Mit Coaching versuchen wir, mit rationalen Analysen und Strategien Probleme zu lösen oder Verhalten zu ändern, die uns als störend, ggf. nicht zielführend oder evtl. irrational erscheinen.


Sie tragen die Lösung bereits in sich – hören Sie auf ihr Unterbewusstsein

Was aber, wenn im Grunde genommen an das Verhalten von J. keine rationale Messlatte angelegt werden kann? Ihre Reaktionsveränderung lässt sich auf den ersten Blick nicht rational erklären. Das liegt daran, dass das, was J.‘s Verhalten steuert, nichts mit Rationalität zu tun hat – es ist eine Emotion, die ihre physische Reaktion kontrolliert. Diese Emotion liegt so tief im Unterbewusstsein, dass man über die Ratio (Neokortex) nicht an sie heran kommt.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, Informationen direkt aus dem Unterbewusstsein abzurufen. Das geht über einen kleinen Umweg: den Körper. Wenn das Unterbewusstsein Stress empfindet, sei er noch so subtil, produziert dies eine momentane minimale Veränderung im Körper. Die Methode, um diese körperliche Stressreaktion wahrzunehmen, nennt sich Kinesiologie. Mit Hilfe von spezifischen Frageprotokollen kann der Kinesiologie-Coach in Form von Ja-Nein-Fragen Informationen abrufen und herausarbeiten. Dabei „führt“ das Unterbewusstsein die Sitzung, nicht der Coach.

Was in diesem Fall wirklich J.‘s Angst auslöst, wenn sie sich den Blicken von Personen ausgesetzt fühlt, von denen sie nicht weiss, was sie erwarten kann, liegt in ihrer Kindheit. Im Alter von ca. 5 Jahren erlebte sie einen für sie unlösbaren Konflikt: Ihre Eltern stritten sich erbittert während einer Ehekrise und versuchten beide, ihre kleine Tochter gegen den Anderen auszuspielen. Für das Kind war das ein unlösbares Trauma – J. stand alleine und ohne Unterstützung da; wenn sie die Unterstützung von einem Elternteil annähme, bedeutete dies gleichzeitig die persönliche Ablehnung des anderen Elternteils. Es fallen also beide Elternteile als Referenz aus – für ein Kind in dem Alter eine existentielle Krise.


J. hat damals einerseits eine intensive Schuld, andererseits eine starke Wut gefühlt – beides Emotionen ihrer Hilflosigkeit, die sie aber nicht zum Ausdruck bringen konnte. Diese Gefühle kamen – wie oben beschrieben – vor 3 Monaten wieder zum Vorschein.

Ein existentieller Konflikt (Stress), der im Moment des Erlebens vom Bewusstsein nicht verarbeitet werden kann, wird im Unterbewusstsein gespeichert und so lange „abgelegt“, bis er gelöst werden kann. Wenn er nicht gelöst wird, dann gibt das Unterbewusstsein irgendwann diesem Konflikt durch körperliche Symptome Ausdruck. Im Fall von J. werden die oben erwähnten Emotionen heute durch den Erstkontakt mit Unbekannten erneut ausgelöst.

Dieser zugrundeliegende Konflikt ist nicht durch jahrelange Psychoanalyse identifiziert worden, sondern innerhalb einer Sitzung, in der die Informationen mit Hilfe von Kinesiologie und den entsprechenden Protokollen durch einen erfahrenen Kinesiologen hervorgebracht wurden. Der Konflikt konnte innerhalb weniger Sitzungen auf der Bewusstseinsebene der 5-Jährigen gelöst werden. Mithilfe von Elementen aus der Gestalt- und Konstellationstherapie, sowie NLP und Akupressur konnte das Kind seine Emotionen an die Eltern „zurückgeben“. D.h., sie konnte zuerst ihre nicht bewältigten Emotionen ausdrücken und sich dann aktiv von dem Konflikt distanzieren. Von dort aus konnte sie die jetzt bewältigte Situation „mitnehmen“ bis zu ihrem heutigen Alter.

J. hat heute keine Symptome mehr wenn sie jemand Unbekanntem begegnet, weil sie dies jetzt als Erwachsene tut – ohne von ihrem Kindheitskonflikt emotional gesteuert zu werden. Ausserdem hat sie keine Angst mehr davor, dass die emotional gesteuerte Reaktion zurück kommt. Sie konnte sich nicht nur besser selbst verstehen, sondern durch die oben erwähnte Methode auch ihren Frieden damit schliessen. Ihrem Chef ist sie dankbar, dass er sie unterstützt hat und sie arbeitet hochmotiviert an der Erreichung der Jahresziele.


Entscheidungshilfe zur Methodenwahl

Das klassische Coaching, welches der Verhaltenstherapie entstammt, versucht über das Bewusstsein eine rational-kognitive Verhaltensveränderung zu bewirken. Der Ansatz des Coaching folgt streng dem Kausalitätsprinzip. Man geht davon aus, dass ein bestimmtes Verhalten ein Resultat von erlernten Reaktionen ist. Somit können erwünschte Verhalten erlernt und unerwünschte Verhalten verlernt werden.

Die Kinesiologie versucht das gleiche Ziel zu erreichen, allerdings ist der Weg ein anderer. Die Kinesiologie geht über das Unterbewusstsein, um dort die zugrundeliegenden Konflikte oder Blockaden an der Wurzel zu lösen. Gelingt das, ist die Person frei in ihrer Entscheidung, wie sie auf eine gegebene Situation reagieren kann. Solange sie emotional gesteuert wurde, hatte sie keine Wahl – die Emotion ist stärker als der eigene Wille.

Die eine Methode ist altbekannt – sowohl in ihrer Anwendung als auch in den Resultaten. Die andere Methode ist neu und vielleicht (noch) etwas ungewohnt, verspricht aber nachhaltigere Ergebnisse.


In jedem Fall muss ein Budgetverantwortlicher abwägen, welche Kosten durch die Förderung des Mitarbeiters einerseits entstehen, und welche der beiden Methoden für seine Zielsetzung effizienter und nachhaltiger erscheinen. Muss er sich letztlich doch von einem Mitarbeiter trennen, dann sind die Kosten der Förderung verloren und gleichzeitig entstehen zusätzliche monetäre und auch ‚soziale‘ Kosten.

Dem gegenüber steht der Gewinn, den ein ausgeglichener Mitarbeiter darstellt, der sich vom Unternehmen oder seinem Vorgesetzten in seiner persönlichen Entwicklung wirklich unterstützt fühlt.


Die Optionen lagen bislang in der Vielzahl von Coachinganbietern. Mit der Kinesiologie haben Sie als Führungskraft jetzt eine echte Alternative, was die Methode angeht.

Hier ein Foto, was den oben beschriebenen Fall symbolisch darstellen könnte ("Die Blicke der Anderen..."):


Die Blicke der Anderen / La mirada de los otros

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